Ergebnisbericht Reissammlung: 250 Kilogramm Reis für die Obdachlosen in Yokohama

Ergebnisbericht Reissammlung: 250 Kilogramm Reis für die Obdachlosen in Yokohama

Bei unserer Dezember-Sammlung wurden 250kg Reis für die Obdachlosen in Yokohama zusammengetragen. Vielen Dank für alle großen und kleinen Spenden.

Wie üblich wurde der Großteil der Spenden von Schülern der Klasse 9 direkt ins Obdachlosenviertel Kotobuki-cho gebracht, die restlichen Spenden wurden an Second Harvest übergeben. Eine besondere Erfahrung für die Schüler war es dieses Mal die Essensausgabe an die Obdachlosen mitzuerleben und dort selbst mitzuhelfen.

Vom Besuch im Obdachlosenviertel berichten Maximilian Stein und Francesco Bertola:

Am Donnerstag den 15. Dezember besuchten Schüler der Klasse 9 die Canaan Christian Church im Obdachlosenviertel von Yokohama, um den gesammelten Reis zu übergeben. Etwa 180 Kilogramm konnten wir am Morgen in den Schulbus verladen, mit dem wir uns kurz darauf auf den Weg Richtung Yokohama-Zentrum machten. Gegen 10 Uhr kamen wir im Obdachlosenviertel Kotobuki-cho, ganz in der Nähe von Chinatown, an. Mittendrin, im 6. Stock eines alten, unscheinbaren Hochhauses, befindet sich die kleine Yokohama Canaan Christian Church. Nachdem wir die gesamten Reisspenden ausgeladen und sicher in den Kirchensaal im 6. Stock verladen hatten, wurden wir zu einem nahegelegenen Spielplatz geführt, wo gerade die Essensausgabe für die Obdachlosen vorbereitet wurde. Dort hatten sich ca. 50 hauptsächlich ältere, männliche Obdachlose versammelt. Bevor sie ihr Essen erhielten, wurden, angeleitet von Pfarrer Sato, Gebete gesprochen und Lieder gesungen. Bei der anschließenden Essensausgabe durften wir mithelfen das Essen zu schöpfen und an die Bedürftigen auszugeben. Zurück in der Kirche erzählte der Pfarrer etwas zur Entstehung der kleinen Kirche mitten im Obdachlosenviertel. Daraufhin schilderte ein ehemaliger Obdachloser, der jetzt in der Kirche mitwirkt, seine Lebensgeschichte bis hin zu seinem Neuanfang in der Kirche. Am Ende des Besuches konnten wir noch einen Blick in ein Gebäude werfen, wo die Obdachlosen die Möglichkeit haben sich aufzuhalten, zu wärmen und zu duschen. Nach dem ca. 2-stündigen Aufenthalt in einer uns sehr ungewohnten Umgebung, verabschiedeten wir uns traten den Heimweg an.   

Christian Zink

Koordinator für soziale Projekte

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